Koordinationstraining bringt's!
Bereits in den 1950-er Jahren stellten französische Forscher in Langzeitstudien fest, dass ein Mehr an Bewegung die Lernleistungen durchweg verbesserte. Das hat auch der Karlsruher Pädagoge Klaus Bös zwischen 1993 und 1997 bei einem Modellversuch mit täglicher Sportstunde in einer Grundschule im hessischen Bad Homburg festgestellt. Zudem zeigte sich, dass das aggressive Verhalten um die Hälfte abnahm. DIE IDEALE ZEIT FÜR DAS KOORDINATIONSTRAINING Die allgemein koordinativen Fähigkeiten lassen sich am Besten zwischen dem siebten Lebensjahr bis zum Eintritt der Pubertät trainieren. Denn in dieser Zeit ist eine schnelle Reifung des Zentralnervensystems (ZNS) zu beobachten. Das Kind wird mit 160 bis 180 Milliarden Nervenzellen im Gehirn geboren, die bis ca. zum 10. Lebensjahr auf 100 Milliarden reduziert werden. Ursprünglich haben die Zellen keine Verbindung untereinander. Je mehr Verbindungen (Synapsen) aber zu Nachbarzellen geschaffen werden, desto besser sind die intellektuellen Voraussetzungen im späteren Leben.Das wirksamste Mittel zur Erhaltung der Zellen und zum Aufbau der Synapsen ist Bewegung im koordinativen Sinne. Deshalb sind spielerische Aktivitäten (besonders Ballspiele) von herausragender Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung. |